We don’t need privacy, do we?

November 26, 2007

The ACLU shows you why.


Via vowe.

Bingo!

October 10, 2007

Wenn man Werbung glaube könnte, würde man von Läuterung sprechen, oder?


April, April?

September 15, 2007

In der aktuellen Ausgabe des Informatik Spektrums (4:30, August 2007) ist ein Artikel über Google, seine Auswirkungen, Gefahren, etc drin: Google- Freund oder Feind? von Hermann Maurer.

Darin werden einleitend die Wettbewerbsvorteile von Google beschrieben:

Google bietet mit verblüffendem Tempo immer wieder Innovationen an…

… immer wieder verblüffende Angebote, etwa das Gmail Paper, das als Prototyp unter der Bezeichnung Hybrider Gmail Dienst in Deutschland […] angeboten wird.

Häh? Gmail Paper? Das war doch der diesjährige Aprilscherz von Google!

heise.de schreibt dazu:

Nicht ganz so niedlich wie Knut ist der Suchmaschinenanbieter Google, und da er zudem weniger bekannt ist, musste er sich anscheinend die Scherze auf eigene Kosten auch noch selbst ausdenken. Gmail Paper ist dabei herausgekommen, ein Dienst, bei dem der Kunde sich seine E-Mails ausgedruckt ausliefern lassen kann. Ökologisch unbedenklich, da das dafür verwendete Papier aus einem Nebenprodukt der Sojamehlproduktion hergestellt werde, wird beteuert.

Ok, und was ist nun mit dem Hybriden Gmail Dienst?

Laut des Artikels wird er mit dem Partner P1 Privat in Deutschland angeboten. Die Firma P1 Privat hat Mitte diesen Jahres einen Markenrechtsstreit mit Google um den Namen Gmail gewonnen. Gmail in Deutschland hat also erst einmal nichts mit Google zu tun - hier heißt es Googlemail.

Auf der Webseite von P1 Privat steht nichts über eine Partnerschaft mit Google. In der Tat möchte aber P1 Privat unter der Marke Gmail einen hybriden Kommunikationsdienst anbieten (momentan im Beta-Stadium) - aber sicher nicht zusammen mit Google.

Der Artikel schließt mit den Worten:

… ich habe die […] die Gefahr zunehmender Überwachung in meinen Zukunftsromanen vorausgesagt…

und

… Alle URLs wurden bei der Reinschrift dieses Manuskripts am 14. April 2007 noch einmal überprüft

Vielleicht hat der Autor ja einen seiner Romane mit diesem Artikel verwechselt - April, April nachträglich ;-)

I want an iPhone…

July 6, 2007

… but it will take a while, I guess.

David Pogue of The New York Times has expressed the anxiety for the iPhone in a video.

(via vowe)

Ever wondered why your ATM pin has 4 digits?

July 5, 2007

The inventor of the ATM, John Shepherd-Barron, can tell you:

“Over the kitchen table, she [the inventors’ wife] said she could only remember four figures, so because of her, four figures became the world standard.”

Luckily, she wasn’t able to remember 8 or 10 digits.

(via Bruce Schneier)

Implantierte RFID-Chips sind doch reine Science-Fiction…

June 29, 2007

Lief gestern über den heise-ticker: US-Ärztevereinigung empfiehlt implantierbare RFID-Chips.

Wie macht man den Menschen die Überwachung schmackhaft?

Zunächst einmal über die Sicherheitsschiene. Lasst Euch einen Chip einpflanzen und alles wird viel sicherer.

Dann hatten wir ja noch die Bequemlichkeitsschiene. Ermögliche den Eintritt zu einem Club, gib ein paar Goodies dazu und die Leute lassen sich reihenweise einen RFID-Chip unter die Haut schieben.

Die dritte Schiene sind emotionale Themen: medizinische Notfälle, Vermeidung von Ärztefehlern, etc.

RFID tags may promote the timely identification of patients and expedite access to their medical information. As a result, these devices can improve the continuity and coordination of care with resulting reduction in adverse drug events and other medical errors. (Quelle AMA. Achtung Word-Doc)

Die Ärzte stehen der Sache jedoch (zum Glück) kritisch gegenüber:

However, if objective evidence demonstrates negative consequences that outweigh the benefits in relation to health care, the medical profession will bear an important responsibility to oppose the use of RFID labeling in humans. (Quelle: gleiches Dokument)

Ein implantierter Chip hätte den Vorteil, dass man sein medizinischen Daten immer am Mensch hat. Im Notfall - man ist zum Beispiel bewusstlos - kann ein Arzt dann alle Daten auslesen. Gegenüber der berühmten eGK hat der Chip den Vorteil, dass nicht die Karte meines Sohnes, welche ich gerade zufällig bei mir trage, mit meiner verwechselt werden kann.

Wenn aber jeder Arzt an die Daten kommen können muss, benötigt man einen Generalschlüssel (also spezielle Geräte - es muss ja ohne mein Zutun funktionieren!). Damit ist ja aber einer Überwachung Tür und Tor geöffnet - ein Gerät im Krankenhaus gestohlen und schon kann der Dieb die Gesundheitsdaten seiner Nachbarn auslesen.

Wie gut, dass ich Angst vor Nadeln hab…

Big brother is (already) watching you…

June 19, 2007

Auf arte kommt gerade ein Spezial zum bevorstehenden bzw. bereits existierenden Überwachungsstaat. Hier ein paar schnelle Gedanken dazu:

War ja irgendwie klar, dass es sofort um Filmdownloads gehen muss - aber als Beispiel für die Verfolgbarkeit im Internet doch ganz gut. Auch Phishing war vorhersehbar. Als halb-französischer Sender ist natürlich auch der Seitenhieb gegen Google unvermeidlich.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der typische Internetnutzer einfach keine Ahnung hat. Gleichzeitig ist aber auch niemand richtig bereit bzw. fähig dem normalen User zu helfen, da alle von seiner Unwissenheit profitieren.

Ein interessanter Aspekt: Wir verlassen uns immer mehr auf Informationssysteme. Das diese Systeme jedoch inherent auch für eine Überwachung genutzt werden können, ist nur Wenigen klar. Demokratie und Überwachung vertragen sich jedoch nicht.

Auch immer gern gebracht: Wer nichts zu verbergen hat, empfindet die zusätzliche Überwachung als Erhöhung der Sicherheit. Man sollte Orwells “1984″ wirklich zur Pflichtlektüre machen.

Auch nett - das CCC-Video zum Kopieren eines Fingerabdrucks wird gezeigt :-) . Ebenso werden immer wieder kleine Einspieler aus “passenden” Filmen eingespielt. Insbesondere witzig: Password swordfish.

Auch ein Must-have in einer solchen Doku: RFID. Der Aufhänger war die Aussage eines Polizeipräsidenten(?): “Die Implantierung von RFID-Chips unter die Haut ist pure Science-Fiction! Das macht und will doch keiner.”

Im Anschluss kommt der Beitrag des spanischen Clubs, der RFID-Chips in seine Gäste implantiert. Und hier zeigt sich wieder: Für ein bisschen Bequemlichkeit werden sämtliche Freiheit verkauft. Auch die Mexikaner scheinen da sehr weit zu sein: RFID zum Schutz vor Entführungen. Das heißt, in Zukunft wird vor der Entführung der Arm abgetrennt und irgendwo auf einen Laster geworfen, so daß alle in der falschen Richtung suchen. Denkt da eigentlich jemand mit?

Ein guter Hinweis: Wenn irgendwann (warscheinlich bald) irgendjemand (Firmen, Regierungen, Kriminelle, …) den Aufenthaltsort einer Person (wahrscheinlich viele) sowie aller Produkte am “Mann” erfahren kann, gibt es keine Privatsphäre mehr.

Da fragt man sich doch:

  • Wollen wir das?
  • Wer kontrolliert diesen “jemand”?
  • Wer kann ihn überhaupt sinnvoll kontrollieren?

Ein großer Unterschied zu Orwells 1984 wird darin bestehen, dass die Überwachung und Kontrolle “sanft, diskret und unaufdringlich” (O-Ton in der Doku) sein wird (natürlich nur solange die Menschen mitmachen, ansonsten ist man sicherlich gleich ein Terrorist).

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